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Montag, 23. juni 2008

Spanien ist im Halbfinale - und hat es endlich geschafft nach 88 Jahren mal wieder ein offizielles Spiel gegen Italien zu gewinnen!

Felicidades!!!!!





von Nora und Hannes
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Sonntag, 13. april 2008

Liebe Freunde, nach langem Warten und einer wagen Versprechung über erhöhte Blogaktivität in den kommenden Tagen, hat uns das miese Wetter Valladolids geholfen, die letzten 48h mit fleißigen Händen vorm Rechner zu sitzen und in aller Ruhe und Gemütlichkeit reichlich Rohmaterial unseres Kurztrips nach Teneriffa zu einem kleinen, aber anschaulichen Filmchen zu schneiden.

Ihr mögt euch vielleicht fragen warum es ein paar arme Backpacker wie uns mal plötzlich mitten im April in ein 4-Sterne Hotel nach Teneriffa verschlägt. Ja, wie es einige von euch schon mitbekommen haben, trifft das oft zitierte Klischee: Spanien – Sommer, Sonne, Sonnenschein nur bedingt auf die Region um unser kleines Valladolid zu. Reichlich Regen, dumpfes Grau über den Köpfen, kombiniert mit einer dunklen, nicht allzu gemütlichen Wohnung  führt dann zu gewissem Fernweh. Auf einem kleinen sonntäglichen Spaziergang zwischen zwei Regengüssen erblickten wir im Schaufenster eines der  3726 Reisebüros Valladolids verlockend preiswerte Angebote für Lastminute Trips ins gelobte Land der Sonne. Nach kurzem Schaufenster-Preisvergleich ging’s mit geladener Brieftasche Montag früh punkt 10 ins Reisbüro. Nachdem wir wussten was uns finanziell nun wirklich erwarten sollte, wenn wir kommenden Freitag fliegen würden, baten wir um ein paar Stunden Bedenkzeit. Als wir das nächste Mal 14 Uhr das Innere von „Mundi Boy Viajes“ betraten, waren wir der Meinung, dass es sich eigentlich nicht lohnen würde mit dem Abflug noch bis zum Wochenende zu warten. Die gute Frau im Reisebüro guckte erstmal ein wenig überrascht als wir fragten, wie viel es denn kosten würde, wenn wir gleich morgen losmachen würden. Nach weiteren 3h Bedenkzeit buchte sie dann unser Hotel und den Flug für Dienstag früh 10.15 Uhr. Da wir noch nach Madrid mussten, und der Bus für 4.15Uhr bereits ausgebucht war, blieb uns nichts anderes übrig als mit dem Bus 00.30Uhr loszufahren. Der Countdown begann – uns blieben ca. 7h bis zur Abfahrt!


Nach reichlich unregelmäßigen Schlaf- und Wachphasen auf dem Flughafen erwartete kurz vorm Boarding eine Senioren-Kolonne, so dass wir uns nicht sicher waren ob es hier auf die Kanaren oder nur zu ’ner Kaffeefahrt ging. Das Best Tenerife Hotel entpuppte sich dann als eine eigene kleine Welt, die nichts mehr mit Spanien zu tun hatte. Als wir an der Rezeption spanisch redeten, wurden wir mit ganz großen Augen angeguckt. Ansonsten hörte man nur Englisch, Deutsch oder Holländisch. Für den gemeinen deutschen Touristen ist es dann auch beim Abendessen selbstverständlich jegliche Konversation mit dem Servicepersonal komplett in seiner Landessprache zu absolvieren. Dabei brauch man nun wirklich keinen IQ von 140 um das  Wörtchen Gracias zu lernen und auszusprechen.


Einmal im Pool-Paradies angekommen machten wir die kommenden 4 Tage nicht viel mehr als uns früh und abends am recht beachtlichen Buffet den Bauch bis zum Kehlkopf voll zuschlagen um danach wie eine verdauende Schlange am Pool zu liegen. Die paar mitgenommenen Aktivhormone verleiteten uns dazu am ersten Tag noch am abwechslungsreichen Animationsprogramm teilzunehmen. Kurz und Knapp: Nora gewann beim Dartturnier eine sagenhafte Goldmedaille, ich beim Tischtennisturnier eine Sporttasche, beim Luftpistole schießen gingen wir beide leer aus. Abends gab’s so nette Beschäftigungen wie Bingo oder Beatles Cover-Band (wie schön für die zahlreich angereisten Engländer).


Um euch nun nicht mit Worten totzutreten leite ich jetzt besser mal ganz gekonnt zu dem bereits angekündigten Filmgenuss über. Auf das alles wieder gut wird!

 

 

 



von Hannes
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Sonntag, 23. märz 2008
von Nora und Hannes
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Freitag, 21. märz 2008

Es ist Dienstagabend. Gegen 23.30 Uhr. Dienstag, 2 Tage nach Palmsonntag und 3 Tage vor Karfreitag. Für die einen kurz vor Ostern, für die anderen schon mitten drin. Für uns eigentlich ein ganz normaler Tag. Bis Julie, unsere Mitbewohnerin, gegen halb 12 abends verlauten ließ, dass sie nun da seien.

Aufgeregt, wie Kinder am Abend vor ihrem Geburtstag bewegten wir uns geschwind zu unserem Wohnzimmerfenster, dass uns den Blick direkt in die Calle Macias Picavea hinunter ermöglichte. Eingeengt von fünf- bis sechsstöckigen Häusern ringt sich diese einspurige Straße an unserer Haustür vorbei. Da begann sie also, die erste richtige Prozession der Semana Santa. Der Anfang einer Woche christlicher Feierlichkeiten, spanischer Kultur und Stadtspektakel zugleich. Wir schnappten wieder mal alle Technik und eine warme Mütze, rannten die Treppe runter um hautnah in das Spektakel einzutauchen zu können.

Die Straße war voll von maskierten Prozessionsteilnehmern. Es war dunkel, fast herrschte Totenstille, keiner bewegte sich. Nur unsere Köpfe wanderten die Gasse entlang. Dann knallten die Pauken. Ein langsamer, schwerer Rhythmus. Die maskierte Masse begann sich langsamen Schrittes fortzubewegen. Wir konnten nur staunen. Ab und zu überkam uns ein eisiges Schaudern. Einen halben Meter neben uns schwebte ein Zug von verschleierten Menschen vorbei, getragen von einer beängstigenden Melodie und versteckt hinter langen Gewändern und Kapuzen, so dass nur ihre Augen dunkel zu erahnen waren. Als würde der Henker gerade sein Opfer zum Schafott tragen. Nachdem wir ein paar Meter mitgegangen sind, ließen wir sie passieren. Nach ein paar tiefen Atemzügen schauten wir uns gegenseitig an und waren einig: schon echt einnehmend und wenig gruselig.

Dieses Erlebnis sollte aber erst der Anfang einer ganzen Woche mit ähnlichem Schauspiel sein. Allerdings muss ich gleich sagen, dass es sich nie wieder so angefühlt hat, wie an diesem ersten Abend. Stattdessen kamen negative Nebeneffekte der ganze Feierei zum Vorschein. Da wir nun mitten im Stadtzentrum wohnen, umzingelt von Kirchen und Kathedrale, welche immer Start- und Endpunkt der Prozessionen sind, wurden wir quasi die ganze Zeit von Getrommel und Trompetenmelodien überschüttet. Von Früh bis Abends. Von Nachts bis Früh. An einigen Tagen fanden 8 bis 10 verschiedene Prozessionen statt, die ersten begannen früh um 8, die letzten starteten nach um 3.

Doch warum diese Prozessionen? Was steckt dahinter? Buße tun. Um die Anonymität des Bußeaktes zu wahren, kleidet man sich in die langen Gewänder und bedeckt die Köpfe mit Kapuzen. Viele der Büßer laufen dabei Barfuß (Außentemperatur 2°C). Wichtige Bestandteile der Prozessionen sind die so genannten Pasos. Diese Pasos sind eine Art Wagen, auf denen in Form von riesigen Figuren entweder Mutter Maria oder Stationen des Kreuzweges Jesus dargestellt sind.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Hauptprozession am Karfreitag. An dieser nahmen alle Bruderschaften („cofradías“) der Stadt teil, sodass insgesamt mehrere tausende Vermummte durch die Stadt liefen, die von zahlreichen Zuschauern bestaunt wurden.

Um das ganze hier nicht in einen Schulaufsatz abdriften zu lassen, der so klingt als hätte man die Hälfte von Wikipedia abgeschrieben, soll diesen einleitenden Worten nun ein paar audiovisuelle Eindrücke folgen.

 




von Nora und Hannes
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Donnerstag, 31. januar 2008
wenige Tage noch, dann steigt die fiesta.....
von Hannes
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